Der Verein

Am 22.September 1955 wurde die

Sport- und Kulturgemeinschaft Frankfurt am Main e.V.

von Angestellten der Stadtverwaltung Frankfurt am Main als eingetragener Verein gegründet. Was ursprünglich als Kegelverein städtischer Bediensteter entstand, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Verein mit breit gefächertem Angebot verschiedenster Sportarten und ständig steigender Mitgliederzahl. So waren 1980 insgesamt 4500 Mitglieder eingetragen. Ab 1989 ließ der Ansturm stetig nach und viele Mitglieder verließen die SKG wieder. Die Stadt Frankfurt hatte erhebliche finanzielle Probleme und einige Abteilungen bekamen das deutlich zu spüren. Unterstützungen wurden gestrichen, die kostenlose Benutzung der städtischen Sportstätten wurden aufgehoben und die Mitglieder mussten höhere Beiträge zahlen, um sich selbst zu finanzieren, was zur Folge hatte, dass die Mitgliederzahlen erheblich schrumpften. Trotz allem zählt die SKG heute ca. 1000 Mitglieder in 16 verschiedene Abteilungen (Basketball, Fußball, Gymnastik, Hockey, Judo, Leichtathletik, Purzelturnen für die Kleinsten, Radsport- und Radwandern, Rhönradturnen, Ski , Wandern, Tauchen, Tennis, Tischtennis, Hockey, Volleyball und Wassersport). Ende der 70 er / Anfang der 80 er Jahre war das stark gewachsene Interesse am Radfahren überall spürbar. Anfangs stand das Radwandern eindeutig im Vordergrund. In den späteren Jahren kam dann der radsportliche Teil dazu. Es war Peter Neun, der bereits 1976 ersten Radwandertouren organisierte und LKWs anmietete, um die Fahrräder mangels Dachgepäckträgern zu den Ausgangszielen, z.B. im Spessart, zu befördern.

Um dem immer stärker werdenden Interesse am Radsport in den 70er Jahren Rechnung zu tragen, wurde am 22.01.1980 eine eigene Abteilung „Radwandern / Radsport“ gegründet. In der Gründungsversammlung am wurde Peter Neun zum ersten Leiter der Abt. „Radwandern / Radsport“ gewählt. Schon bald bekamen die ersten Mitglieder dieser Abteilung Geschmack an Radtouristik mit dem Rennrad. Sie beteiligten sich an der immer größer werdenden Zahl von Radtourenfahrten (RTF) mit Strecken von 75 bis 120 Km rund um Frankfurt am Main. Ab Ende der 80er Jahre nahm eine Radtouristik-Mannschaft der SKG regelmäßig am RTF Landespokal-Wettbewerb des Hessischen Radfahrverbandes (HRV) teil und belegte dabei mehrfach zweite und dritte Plätze hinter einem „unschlagbaren“ Nachbarverein aus dem Norden von Frankfurt am Main. Dabei ging es nicht um Rennsport und Geschwindigkeit, sondern um die beständige Teilnahme an vorbestimmten Radtourenfahrten (RTF) mit einer mindestens 6-köpfigen Mannschaft.

Im Dezember 1990 übernahm Rolf Menzer (auch Teilnehmer einiger Etappenfahrten) die Abteilungsleitung, nachdem sein Vorgänger nach 14 Jahren in den Gesamtvorstand wechselte. Das Radwandern und die Radtouristik waren damals zwei gleich starke Standbeine der Abteilung. Auf Grund von Nachwuchsmangel bei den Teilnehmern reduzierten sich Mitte der 90er Jahre die Teilnehmerzahlen bei den Radwanderern. Trotzdem blieben die umfangreichen Angebote für diese bis heute erhalten. Neue Mitglieder, die sich seit Mitte der 90er Jahre der Abteilung angeschlossen haben, waren und sind vor allem an der Radtouristik mit dem Rennrad interessiert. Im Bereich des Rennradsports zählen wir heute 37 aktive Mitglieder. Der Nachwuchsmangel anderer Abteilungen scheint hier kein Thema zu sein. Das Interesse am Rennradsport und auch die Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahren leicht aber stetig gestiegen.

1998 wurde Horst Weiß zum Abteilungsleiter gewählt. Er ist, neben dem zweiten Vorsitzenden Angelo Zanellato, nicht nur die treibende Kraft der Abteilung, sondern auch einer der aktivsten Rennradfahrer. So haben die beiden Vereinsspitzen es auch in diesem Jahr wieder geschafft, die perfekte Organisation der Etappenfahrt zu planen. Sie lassen es sich auch nicht nehmen, selbst auf dem Rad zu sitzen und die „Früchte“ Ihrer Planung „einzufahren“. Die erste Etappenfernfahrt fand 1999 statt. Eine 18köpfige Mannschaft startete, zusammen mit Begleitpersonal und Begleitfahrzeugen, vom Frankfurter Rathausplatz (Römerberg) zu einer 6-tägigen Fahrt nach Mailand. Weitere Fahrten folgten nach Triest, Turin und Verona. 2007 fand erstmals ein Giro d’Italia in der Toskana und Emilia Romagna statt. Danach folgten 2009 und 2011 zwei Sardinienrundfahrten (Nordsardinien und Südsardinien). 2013 gibt es einen SKG-Giro im italienischen Piemont.

Auch außerhalb der Etappenfahrten sind die SKG-Radsportler regelmäßig mehrmals im Jahr bei Radtouristikveranstaltungen in Italien am Start (Dolomitenmarathon, Gran Fondo del Friuli, Gran Fondo Piemonte usw.). Dies hat dazu geführt, dass wir – nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung unseres stellvertretenden Abteilungsleiters, Angelo Zanellato – freundschaftliche Kontakte zu mehreren oberitalienischen Radsportvereinen pflegen und uns darüber hinaus mit den italienischen Radsportvereinen UC Gradisca und U.S. Pontoni sogar offiziell verschwistert haben.